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 Fachschaftsbetreuer:   Dr. Hermann Fischer
Religion / Ethik

FGRel

Das Leben ist einmalig. – Mach was draus!

Die jungen Menschen an der BS sind nicht nur Schüler oder Auszubildende. Sie spielen die unterschiedlichsten Rollen und setzen sich dabei mit allen Bereichen des Lebens auseinander.
 

Unterricht




Konfessioneller Religionsunterricht und Ethik – Fachprofil und Zielsetzung

Konfessioneller Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an der Berufsschule hat die Aufgabe, die eigene Religion – aber auch andere Religionen – kennen und verstehen zu lernen. Er bietet die Möglichkeit, die Botschaft des christlichen Glaubens und die Lebenswirklichkeit sowie die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aufeinander zu beziehen und in Einklang zu bringen. Ihnen wird die Möglichkeit eröffnet, das eigene Leben und die Welt mit dem Zuspruch und dem Anspruch des christlichen Glaubens zu verstehen und zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler können so individuelle, reflektierte Standpunkte und Werthaltungen entwickeln, die sie zu verantwortlichem Denken und Verhalten befähigen und zur Entwicklung einer „gesprächsfähigen Identität“ beitragen. Im Zusammentreffen mit anderen Erfahrungen und Positionen festigen sich ihre sozialen Kompetenzen. Sie schulen ihre religiöse Sprach- und Ausdrucksfähigkeit und üben sich im respektvollen Umgang mit anderen Meinungen.

Insofern bedeutet Konfessionalität angesichts spezifischer Perspektiven im Glauben auch Offenheit für den vernünftigen Dialog mit christlichen Konfessionen in ökumenischer Gesinnung. Sie fördert den Dialog, weil sie Schülern ermöglicht, ihren eigenen Standpunkt zu klären und davon ausgehend das Gespräch mit anderen zu suchen. Dies schließt den Austausch mit anderen Religionen und Weltanschauungen ein.

Neben der thematischen Auseinandersetzung mit den vielfältigen Situationen und Wirklichkeiten des Lebens bezieht der Unterricht auch Phasen der Stille, der geistigen Betrachtung und der Kreativität mit ein.

Der Religionsunterricht richtet sich an gläubige Schülerinnen und Schüler, die sich bewusster für das Christentum entscheiden wollen. Er ist offen für suchende, fernstehende oder dem Christentum gleichgültig gegenüberstehende Schülerinnen und Schüler, die sich mit den Antworten des Christentums auf ihre Fragen auseinandersetzen. Das gilt auch für Schülerinnen und Schüler, die nicht getauft sind und sich dennoch für die Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden.

Auch der Ethikunterricht will den Schülerinnen und Schülern eine Orientierungshilfe bei Fragen und Problemen geben, die für sie durch die Berufstätigkeit, die Ablösung aus dem Elternhaus, die Suche nach eigenen Lebenszielen und dem damit verbundenen Zurechtfinden in der Gesellschaft entstehen. Diese sollen unter Achtung der Überzeugungen Andersdenkender zur Übernahme von Verantwortung motiviert werden. Allerdings liegt der Schwerpunkt hier auf den teils sehr unterschiedlichen Zusammensetzungen und damit Interessen der Schülerinnen und Schüler, die entweder einer anderen Religion bzw. Glaubensgemeinschaft angehören oder bekenntnislos sind. Angesichts daraus entstehender, kontroverser Positionen sollen sie die im Individualbereich, in der Gesellschaft und im Berufsleben geltenden Werte und Normen einer pluralistischen Gesellschaftsordnung kennen lernen und die Bereitschaft entwickeln, sich an Grundsätzen zu orientieren, die sie vor ihrem Gewissen verantworten können.

Katholischer RU

Der katholische Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit der Lehre und den Grundsätzen der Katholischen Kirche erteilt. Darin erschließen und reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre Lebensfragen im Horizont des Evangeliums. Weil die Beziehung zwischen Gott und Mensch lebendig ist, entwickelt sie der Mensch durch Erfahrungen von Trost, Geborgenheit, Ermutigung, Sinnhaftigkeit, aber auch im Fragen, Suchen, Zweifeln und Ringen weiter. Das eröffnet neue Perspektiven auf sein Handeln und ermöglicht ihm, es unter Rückbeziehung auf Werte und Normen zu beurteilen und in schöpferischer Weise für eine Humanisierung der Lebenswelt einzutreten.

Evangelischer RU

Der evangelische Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit der Lehre und den Grundsätzen der Evangelischen Kirche erteilt. Er bietet ein Forum für Fragen, Probleme und Überzeugungen der Schülerinnen und Schüler. Die Loslösung vom Elternhaus, das Zurechtfinden im gewählten Beruf und in der Gesellschaft sowie die Suche nach Identität und Lebenszielen kennzeichnen die Situation der jungen Menschen während der Berufsaus­bildung. Sie formulieren religiöse Fragen, die sich aus ihrem Lebensalltag ergeben. Im Religionsunterricht suchen sie nach Antworten und verlässlicher Orientierung.

Ethikunterricht

Der Ethikunterricht geht angesichts vielfältiger Ziel- und Wertvorstellungen in der Gesellschaft von unterschiedlichen Einstellungen der Schülerinnen und Schüler zu moralischen Situationen aus, die im unterrichtlichen Dialog reflektiert werden. Der Ethikunterricht orientiert sich an den sittlichen Grundsätzen, wie sie in der Verfassung des Freistaates Bayern und im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland niedergelegt sind. Die Achtung vor der Würde des Menschen ist unverzichtbare Grundlage des Ethikunterrichts. Im Übrigen berücksichtigt er die Pluralität der Bekenntnisse und Weltanschauungen. Gemeinsames Lernen von jungen Menschen, die teilweise auch aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, soll jedem Einzelnen die Chance eröffnen, seine eigenen kulturellen Wurzeln zu erkennen.